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PRAKTISCH UNVERZICHTBAR – MARBURGER STUDENTEN TOTALPROTHETISCH AUF DEM WEG NACH ROM ÜBER DIE SCHWEIZ

In unserer Bevölkerung sind 21 % mindestens 65 Jahre alt und älter. Die deutsche Alterspyramide hat sich gedreht, das dicke Ende kommt nach oben. In 2030 werden 29 % dieser Altersgruppe angehören, das sind 8 % mehr Menschen als heute. In Zahlen ausgedrückt: 22 Millionen Menschen allein in Deutschland. Die geburtenstarken Jahrgänge kommen in die Jahre. Die zwischen 1957 bis 1969 Geborenen marschieren unaufhaltsam in Richtung Ruhestand und machen sich damit auf, alt zu werden. Sie profitieren von höherer Lebenserwartung, gestiegener Lebensqualität sowie von einer verbesserten zahnmedizinischen Prophylaxe und vielfältigeren therapeutischen Versorgungsformen als dies für sie vor Jahrzehnten möglich gewesen wäre. Das stark reduzierte, kaufunktionell sowie ästhetisch in allen Facetten erheblich eingeschränkte Restgebiss sowie das Menetekel der Zahnlosigkeit verlagern sich wie die Fünfte Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS V) beschreibt in ein deutlich höheres Lebensalter.

Vom Zahnarzt erwartet der Patient Hilfe oder besser Abhilfe bei seinen oralen Problemen. Studierende der Zahnheilkunde werden für ihren später eigenverantwortlich ausgeübten Beruf darauf vorbereitet. Sie lernen das Wie, Warum und Womit, auch in der Totalprothetik, sollte die Totale wie bemerkt auch deutlich später kommen. So auch am Medizinischen Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Phillips-Universität in Marburg. Verantwortlich für die prothetische Abteilung ist Prof. Dr. Ulrich Lotzmann, der nach seiner Ausbildung zum Zahntechniker in Göttingen Zahnmedizin studierte. Wer diese Funktion ausfüllen will, muss Wissenschaftler, Manager, Ansprechpartner am besten ohne Allüren für alle sein und den vernetzten Überblick behalten, Ziele definieren, vermitteln und Menschen hierfür gewinnen können. So eine Person muss zuhören können; Prof. Lotzmann ist ein konzentrierter, aufgeschlossener Zuhörer. Das alles mit einem einmaligen Blick über Marburg und einem großen Foto Albert Einsteins an der Wand. Es ist ein unausgesprochenes Bekenntnis zur Wissenschaft und der Achtung des Menschen, aber auch dessen verletzlicher Vernetzung mit allem anderen. Sie ist verbunden mit einer Lebenseinstellung, die nicht nur den persönlichen astrophysikalischen Blickwinkel als Führungskraft von unten nach oben ebenso schätzt, wie umgekehrt.

Die wesentliche Voraussetzung für die fundierte klinische Ausbildung ist nicht nur ein qualifizierter Lehrkörper, sondern auch ausreichend Patienten. An der Zahnklinik der Universität Marburg ist das wie anderswo kein akutes Thema. Die Bevölkerung steht zu »ihrer« Universität. »Für die hier lebenden Menschen sind wir ein wichtiger, frequentierter zahnärztlicher Ansprechpartner. Für unsere Lehre, unsere Studierenden ist das essentiell. Dafür sind wir den vielen, die sich bei uns behandeln lassen, sehr dankbar«, so Prof. Lotzmann. Marburg und die Phillips Universität sind zwar nicht ein und dasselbe, aber beinahe und zwar seit 1527. Gegründet auf emanzipatorischen Wurzeln, die unsere Gesellschaft bis heute prägen. Auf dem zahnmedizinischen Campus dieses Erbe aufzuspüren, fällt leicht. Der Umgang unter und mit den Studierenden, ihren Assistenz- und OberärztInnen, mit den ProfessorInnen, ZahnarzthelferInnen und ZahntechnikerInnen ist aufgeschlossen, freundlich, einander zugewandt. Primat der studentischen Ausbildung, so die Wahrnehmung des Außenstehenden: Zeige, was Du erreichen willst, was Du gelernt hast und was Du noch lernen musst, wir fördern und fordern Dich, damit Du das Ziel erreichst. Dem Besucher fällt auch auf, dass auf dem Parkplatz gegrüßt wird, im Treppenhaus, auf dem Flur, im Patientenbereich, im Hörsaal, im zahntechnischen Labor – überall – von jedem und gegenüber jedem, offensichtlich wird das hier als wertvoll für das »Ich« und das »Wir« geachtet.

Zurück zur Totalprothetik. Während des vorklinischen und klinischen Studiums ist es nicht an jeder deutschen Universität obligatorisch, dass sich Studenten während eines zweitägigen Kurses theoretisch und praktisch mit der Totalprothese – von der Modellanalyse bis zum Reokkludieren unter Anleitung externer erfahrener zahntechnischer Prothetiker – auseinandersetzen. In Marburg gehört das wie selbstverständlich zum Curriculum, exemplarisch von Zahntechnikern und dem dortigen Lehrkörper zu lernen. Die angehenden Zahnärzte erhalten in ihrem 8. Semester auf diese Weise eine fundierte praktische Einweisung. Denn letztlich müssen sie später genau wissen, was sie von ihrem zahntechnischen Labor erwarten und tragen dabei die Verantwortung für das Therapiemittel Totalprothese. Hierbei führte der Weg der Studierenden nach Rom und zwar über die Schweiz, d. h. über die Totalprothetik nach GERBER. Auch für diesen Kurs stellt CANDULOR Manpower und Material für die Lösung in Zahn-zu-Zahn-Okklusion unter Anleitung zweier erfahrener Zahntechniker und Kursleiter, Helmut Kircheis und Martin Koller. Das Ziel dieser Kurse formuliert OA Dr. Holger Gloerfeld: »Uns ist wichtig, während des Studiums zu vermitteln, welche zahntechnische Kompetenz eine erfolgreiche totalprothetische Versorgung voraussetzt, damit Zahnarzt und Labor ihre Leistungsfähigkeit für die Patientenversorgung ergänzen. Diese Erfahrung, wenn auch exemplarisch in dieser Form vermittelt, ist aus unserer Sicht praktisch unverzichtbar.« Darüber hinaus wurde parallel zum Kurs eine Patientin mit Totalprothesen vorsorgt. Hierbei wurde Dr. Gloerfeld vom Schweizer Prothetik-Experten Meinrad Maier aus Bern dank CANDULOR unterstützt. Beide arbeiten seit Jahren nach dem von GERBER entwickelten Totalprothetik-Konzept für die studentische Ausbildung sowie für die Lösung klinischer Fälle zusammen.

Die Patientin, Frau Monika S. ist 74 Jahre alt, kommt aus dem Siegerland und erhielt in Folge eines Nasopharynxkarzinoms (sog. Schmincke-Tumor) im Jahr 2010 nach operativem Verlust ihrer letzten Zähne an der Universität Marburg ihre erste ausschließlich Schleimhaut getragene totalprothetische Versorgung im Ober- und Unterkiefer. Die Prothesen wurden dort innerhalb ihrer 8-jährigen Tragedauer zweifach unterfüttert und saugen weiterhin einwandfrei. Das berühmte »Plopp« während des Ausgliederns der Ober- und Unterkieferprothese (!) war im Hörsaal gut zu hören und die Studierenden nickten hierzu in Anerkennung für den immer noch sehr guten Prothesenhalt. Aufgrund des Vertikalverlusts durch Abnutzung der Seitenzähne um ca. 1,5 - 2 mm verkürzte sich ihr Untergesicht. Dies sowie ihr Wunsch, eine »schönere Zahnfarbe« als die aktuelle (C2) zu erhalten, waren Anlass für eine Neuanfertigung in A2, deren Schritte von den Studierenden während des Aufstellkurses aufmerksam beobachtet wurden. Sie lernten mit Monika S. darüber hinaus einen bemerkenswerten Menschen kennen, der sein gesundheitliches Schicksal mit einer enormen Lebensfreude, Würde und Bescheidenheit meistert. Eine im Alter aktive Frau, zu deren Mittelpunkten und Leidenschaften das Managen des einzigen Chors in Deutschland zählt, dessen Ensemblemitglieder sämtlich ihren Kehlkopf verloren haben. Der »Kekolo Chor«, wie er sich in logischer Konsequenz aus dem medizinisch Notwendigen nennt, ist ihr Leben, da sie zu ihrem großen Glück ihren Kehlkopf hat behalten können. Menschen durch Singen ohne Kehlkopf aus ihrer fast »sprachlosen Isolation « zu entreißen, sie erneut in die Gemeinschaft zu integrieren, ist ihr großes Anliegen. Eine Patientin zum Achten und Liebhaben zugleich. Die Studenten, Zahnärzte und Kursleiter hat diese Patientin durch ihre Art, das Leben liebend zu leben, im Sturm erobert.

Abb. 1: Frau S. mit Dr. Gloerfeld (Uni Marburg) nach den vorbereitenden Maßnahmen für die neuen Prothesen.
Abb. 2: Die Verkürzung des Untergesichts aufgrund kauphysiologischen Verschleißes der Seitenzähne nach 8 Jahren.

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Während die Studenten im zahntechnischen Labor die Modellanalyse und Zahnaufstellung nach GERBER absolvierten und dabei von den beiden Trainern professionell angeleitet und unterstützt wurden, erfolgte die Neuanfertigung der Totalprothesen für Frau S. Hierzu zählten vorausgehende Maßnahmen: Abformungen, Festlegung der Kauebene, Gesichtsbogen für die gelenkbezogene Modellmontage, Kieferrelationsbestimmung mit intraoraler Stützstiftregistrierung, das Festlegen der ästhetischen Parameter mit Hilfe der sog. ästhetischen Kontrollschablone als Arbeitsunterlage für die Zahnaufstellung im Labor. Die Aufstellung der oberen Inzisiven erfolgte an und mit der Patientin, Dr. Gloerfeld und Meinrad Maier wählten hierfür die phonetische Aufstellung. Die Patientin gab jederzeit ihr Bestes, war immer gut gelaunt, was diese Arbeitsschritte nicht nur erleichterte, sondern für alle zu einem Erlebnis wer den ließ. Die vollständige Zahnaufstellung übernahm Meinrad Maier.

Dann folgte die Wachseinprobe im kleinen Hörsaal der prothetischen Abteilung, bis auf den letzten Platz mit den Studierenden besetzt. Nach dem »Trubel« für und um die Patientin herum, hatte sie Gelegenheit, sich in einen Raum mit einem großen Spiegel zurück zu ziehen, um unbeobachtet mit ihren neuen Prothesen in Wachs sein zu können. Dies auch deshalb, so Dr. Gloerfeld, »um uns Hinweise geben zu können, was gegebenenfalls korrigiert werden sollte, damit der Patient Tragekomfort, Funktion, Ästhetik bewertet und sich damit letztlich die Akzeptanz für das Therapiemittel so optimal wie möglich entwickeln kann.«

Abb. 3: Die phonetische Frontzahnaufstellung. Für Frau S. bedeutete dies zählen, zählen und Zungenbrecher wiederholen.
Abb. 4: Modellanalyse verständlich vermittelt. Kursleiter Martin Koller (CANDULOR) in seinem Element.

Ausnahmen bestätigen die Regel hinsichtlich aktueller Entwicklungen, denn dieser Kurs des 8. Semesters hat mit ca. 30 % einen bemerkenswert hohen männlichen Anteil. Die Frage, wer vor dem Studium der Zahnheilkunde eine Ausbildung zum/r ZahntechnikerIn absolvierte, verhallte im Raum. Weshalb können sich universitäre Insider denken, wobei speziell diese Qualifikation in Marburg für das Studium der Zahnheilkunde kein Stigma zu sein scheint. Das Arbeiten während des Kurses war sehr konzentriert, jeder war engagiert bei der Sache und stellte sich dem zahntechnischen Wissenserwerb ebenso wie der geforderten Erprobung eigener labortechnischer Fertigkeiten. Die bereits vermittelte zahnärztliche Umsicht, die junge Menschen hier erlernen, führte schnell zur Einsicht, dass die totalprothetische Modellanalyse nach dem GERBER-Konzept den Dreh- und Angelpunkt für die Zahnaufstellung bildet. Auf den Punkt brachte ihren Nutzen eine Studentin: »Die Modellanalyse macht Sinn, denn ich gehe schließlich auch nicht mit beiden Beinen ins Wasser, um herauszufinden, wie tief es ist«. Am Ende haben alle das Ziel, die Zahnaufstellung in autonomer Kaustabilität erreicht. Die Freude über den erarbeiteten Erfolg war vielen nach Selbst- und Fremdkontrolle mit dem Statik Pointer ins Gesicht geschrieben. Die Anerkennung der zahntechnischen Kursleiter, Kircheis und Koller, kam wie ein Ritterschlag noch oben drauf.

Abb. 5: Meinrad Meier konzentriert bei der Wachsaufstellung für die live Versorgung von Frau S.
Abb. 6: Der Kurs im 8. Semester verfolgt die Patientenversorgung.

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Am Ende verfolgten alle die Eingliederung der inzwischen von Meinrad Maier fertig gestellten oberen und unteren Totalprothese für Frau S. Das Labialschild wurde auf ihren Wunsch farblich charakterisiert, ebenso wurden die Gaumenfalten mittels Silikonstempel von dem Funktionsmodell auf die neue Oberkieferprothese übertragen. Normalerweise ist es in einem Hörsaal ruhig, vor allem, wenn Patienten anwesend sind. Allerdings nicht an diesem Tag, denn die entwaffnende Vorfreude von Frau S. auf ihre neuen Dritten steckte das Auditorium an, bevor die Prothesen überhaupt in die Mundhöhle eingesetzt wurden. Die Vorfreude der Patientin wirkte so ansteckend heiter wie die Sonnenstrahlen nach einem langen Regen. Nach Überprüfung der Passgenauigkeit, der Zungen- und Bändchenfreiheit, die nur in der Mundhöhle wirklich beurteilt werden kann und hier an zwei Stellen leicht korrigiert wurde, dem Check der autonomen Kaustabilität der Seitenzähne folgte die Sprechprobe, das Zählen von 50 bis 60.

Abb. 7: Zuerst etwas zögerlich, kurz darauf befreiter und glücklich sich selbst mit den neuen Prothesen anlachend
Abb. 8: Spieglein, Spieglein in der Hand …
Abb. 9: Miteinander konzentriert bei der Sache, der Studentenkurs im 8. Semester.
Abb. 10: Nie ohne Blaupause: Modellanalyse
Abb. 11: Die fertiggestellten Neuen im »Apfeltest« natürlich mit Schale und in »richtiger« Spaltengröße zum Reinbeißen.
Abb. 12: Monika S. und ihr Zahnarzt OA Dr. Holger Gloerfeld am Ende des ersten Kurstages im kleinen Hörsaal der prothetischen Abteilung der Uni Marburg

Die phonetische Aufstellung der Frontzähne sowie die Nachbildung der Gaumenfalten erwiesen sich hierbei als wertvoll investierter Aufwand, was nicht nur Frau S. begeisterte, obgleich die Gewöhnung und Adaption an die neuen Prothesen noch ausstanden. Der erste Blick in den Spiegel, dabei zu sein, wenn ein Patient das erste Mal das neue vollbezahnte Ecco homo in eigenen Augenschein nimmt, zuerst etwas zögerlich und kurz darauf befreiter und glücklich sich selbst anlachend, ist gleichermaßen eine Belohnung für Zahnarzt und Zahntechniker. Hier begleitet von herzlichem Applaus der Studierenden, die in diesem Moment erkannt haben mögen, was vor allem die Totalprothetik zurückgibt und damit leistet. »Wir haben in diesem Kurs erfahren, was Zahntechniker können müssen, um das zu erreichen. Das hat mich beeindruckt.« resümierte Igor, der hier in Marburg im 8. Semester Zahnmedizin studiert. Mohamed, im gleichen Semester studierend, kam vor gut 4 Jahren nach Deutschland, dank der Unterstützung seiner Kommilitonen träume er nunmehr oft auf Deutsch und spricht die für ihn schwere Sprache fast akzentfrei. »Ich habe gelernt, wie natürlich und echt kleine Unregelmäßigkeiten in der oberen Front wirken und welche Sicherheit eine farbliche Charakterisierung des labialen Prothesenkörpers dem Patienten gibt, so dass sein Umfeld den Zahnersatz nicht als solchen wahrnehmen wird.«

Abb. 13: Zahntechnik mit schwarzem Golfhandschuh? Hält man ihn hinter die Aufstellung, sehen Kursteilnehmer Konturen und Kontakte deutlich besser.

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In Gesprächen mit den Studentinnen und Studenten wurde deutlich, dass sie sich an der Uni Marburg gut ausgebildet und vorbereitet fühlen. Gebäude und Ausstattung seien in die Jahre gekommen, aber letztlich zählt, »was darin geschieht, wie man in der Klinik miteinander umgeht, was und wie wir hier lernen. Das ist in Marburg etwas Besonderes, wie wir durch den Austausch mit anderen zahnmedizinischen Fachschaften feststellten, deshalb sollte die Marburger Universitätszahnmedizin mehr Geld vor allem für die Infrastruktur erhalten«, meint Carina ebenfalls im 8. Semester.

Abb. 14: Die Lebensfreude der Patientin war wirklich ansteckend.
Abb. 15: Marburg mit einem Lächeln gegrüßt.
Abb. 16: Aufmerksam von der ersten Minute, die Studenten und Helmut Kircheis (CANDULOR).
Abb. 17: Zufälle gibt es. Zwei Siegerländerinnen unter sich. Kerstin Gerhard (Fachschaft Marburg, links), Monika S. (rechts)
Abb. 18: Wenn es gut werden muss, ist sorgfältige Überprüfung angesagt, eine Studentin mit Helmut Kircheis (CANDULOR).
Abb. 19: Motiviert und interessiert - Studierende der Marburger Uni voll bei der Sache.

Viele haben diesen Studienort mit Präferenz gewählt und fühlen sich hier als Lernende geachtet. Positiv sei auch, dass die Hochschullehrer bemüht sind, die Liste für zahnmedizinische und zahntechnische Instrumente, Werkzeuge etc., die jeder Student selbst kaufen muss, effizient und überschaubar zu halten. Dadurch bleibt das Studium der Zahnmedizin finanzierbar, auch für diejenigen, die mit wenig Geld auskommen müssen. Denn, nicht jeder wird zum Zahnarzt geboren, aber Zahnärzte werden überall geboren, in jeder Stadt, in jeder Familie. Für die Studierenden ebenso wichtig ist, dass in Marburg und Umgebung das Wohnen noch bezahlbar sei. Sowohl mit Blick auf den diesjährigen Totalprothetik-Kurs als auch auf ihre Studiensituation insgesamt gerichtet bemerkt Christina, Studentin im gleichen Kurs: »Je besser wir hier ausgebildet werden, desto besser werden wir später in unserem Beruf sein können.« Damit das auf dem totalprothetischen Weg nach Rom so bleibt, ist der nächste Kurs bereits für das kommende 8. Semester im Mai 2019 an der Universität Marburg mit dem Referententeam von CANDULOR im Semesterplan fest eingeplant.

Abb. 20: Frau S. mit ihren neuen Dritten.

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