| Live Prothetik Kurs mit Prof. S. Palla und ZTM D. Frigerio

Exklusives Live-Seminar mit Patient für Zahnärzte und Zahntechniker

 

Patiententräume: Zahnlosen Patienten wieder Würde verleihen. Wie starke Prothetik dem Patienten über ästhetische und funktionale aber auch geriatrische Aspekte neues Leben einhauchen kann.

Im Team zum Erfolg – Erleben Sie LIVE die klinischen und technischen Aspekte zur Herstellung von Prothesen. Das eingespielte Duo Prof. Sandro Palla und ZTM Damiano Frigerio zeigen, wie die Arbeit Hand in Hand funktionieren kann.

Informationen zum Kurs

 

Wann: 25.-27. Januar 2018

Zeit: jeweils 09:00-18:00 Uhr (1. Kurstag: Einlass und Akkreditierung ab 08:00 Uhr)

Ort: CDE-Center of Dental Education, Wissenschaftliche Fortbildungs- und Forschungsgesellschaft mbH, Fussbergstrasse 1, 82131 Gauting bei München, Deutschland

Zielgruppe: Zahnärzte, Zahntechniker, Zahntechnikermeister, Prothetiker

Kosten: Einzelpreis € 1'149.- (zzgl. MwSt) / Team-Anmeldung (ZA/ZT) € 999.- (zzgl. MwSt) pro Person
Stornierung:
- Bis 14 Tage vor Kursbeginn: keine Stornierungskosten
- Ab 14 Tage vor Kursbeginn: 100% des Rechnungsbetrages zzgl. € 25.- 
Bei Nichterreichen der Mindestzahl behalten wir uns vor, den Kurs abzusagen.

Fortbildungspunkte: Sie erhalten 24 Fortbildungspunkte. Die Veranstaltung entspricht den Kriterien der BZÄK zur zahnärztlichen Fortbildung. Die Punktebewertung erfolgt nach BZÄK und DGZMK.

Ansprechpartnerin: Angelika Achenbach, CANDULOR Dental GmbH, T + 49 (0) 7731 79 783-22, angelika.achenbach@candulor.de, Montag bis Donnerstag 8:00-17:00 / Freitag 08:00 - 15:00

Kursinhalt

 

Theorie

  • Zielsetzung bei der Abformung
  • Zielsetzung bei der Bestimmung der Kieferrelationen
  • Richtlinien für die Aufstellung der Frontzähne
  • Grundprinzipien bei der Seitenzahnaufstellung
  • Funktionelle Gestaltung des Prothesenkörpers
  • Post-insertionelle Kontrollen
  • Patientenzufriedenheit: ein multifaktorielles Problem

Klinik

  • Beurteilung des Patienten, Anamnese, klinische Untersuchung
  • Abformung
  • Registrierung nach der PRO-COR-Methode
  • Bestimmung der Kieferrelationen
  • Definitive Einprobe
  • Abgabe der Prothesen

Labor

  • Herstellung individueller Abformlöffel
  • Herstellung der Bissschablonen
  • Montage der definitiven Modelle im Artikulator
  • Aufstellung der Seitenzähne
  • Remontage der Prothesen
  • Reokkludieren

Referenten

        

Prof. Sandro Palla

Professor Emeritus der Universität Zürich, wo er von 1981 bis 2009 Direktor der Klinik für Kaufunktionsstörungen, abnehmbare Rekonstruktionen, Alters- und Behindertenzahnmedizin war. Von 2007 bis 2009 war er Direktor des Zentrums für Zahnmedizin. Er veröffentlichte zahlreiche Artikel zu: Myoarthropathien des Kausystems, orofacialen Schmerzen, Biomechanik der Kiefergelenke, bildgebenden Untersuchungen des Kiefergelenks und abnehmbaren Rekonstruktionen. Zu diesen Themen hat er auf zahlreichen Konferenzen in Europa, den USA, Südamerika, Australien und im Fernen Osten vorgetragen. Er war Vorsitzender verschiedener nationaler und internationaler Fachgesellschaften. Er ist Mitherausgeber des Journal of Oral & Facial Pain and Headache und Autor des Buchs »Myoarthropathien des Kausystems und orofaziale Schmerzen«.

ZTM Damiano Frigerio

Nach dem Lehrabschluss 1985 in Lugano hat er in verschiedenen Laboratorien in der Schweiz gearbeitet, u. a. bei Wohlwend in Zürich, wo er die Empress-Technik sowie die herkömmliche Metallkeramik-Technik und Lösungen mit Implantaten einsetzte. 1994 erlangte er in Lugano einen IFCAM-Abschluss in Unternehmensführung. Nach dem Diplom an der höheren Fachschule für Zahntechnik in Zürich erlangte er 1998 den Titel ZTM (Zahntechnikermeister). Von 1996 bis 1999 arbeitete er als Leiter des zahntechnischen Labors der Klinik für Kaufunktionsstörungen, abnehmbare Rekonstruktionen, Alters- und Behindertenzahnmedizin der Universität Zürich unter der Leitung von Prof. S. Palla. Als interne und externe Lehrkraft hielt er auf zahlreichen Konferenzen Vorträge über Perio-Overdenture, Totalprothetik nach der Zürcher Schule und über metallurgische Aspekte des Laserschweißens. Seit dem 1. Januar 2000 ist er Mitinhaber des Labors Estetiker in Lugano (CH) und setzt seinen wöchentlichen Lehrauftrag an der Universitätsklinik Zürich fort.

Kursbeschreibung

 

Digitale Prozesse und CAD/CAM sind von der Zahnmedizin nicht mehr wegzudenken. Während bis vor kurzem die CAD/CAM Technik vor allem zur Herstellung festsitzender Rekonstruktionen angewendet wurde, bestehen seit einigen Jahren Bestrebungen auch Totalprothesen mit dieser Technik anzufertigen. Ohne die Vorteile der CAD/CAM Technik verringern zu wollen, ist es wichtig zu unterstreichen, dass diese Methode nichts Anderes als eine andere, »modernere« Methode zur Herstellung des Zahnersatzes ist, und dass auch diese Technik nur dann zum Erfolg führt, wenn die zur Herstellung der Totalprothesen notwendigen klinischen und zahntechnischen Schritte korrekt durchgeführt werden. Dies setzt ein profundes Wissen der Ziele, die mit jedem Arbeitsschritt erzielt werden müssen, und unter welchen Bedingungen diese Ziele erreicht bzw. nicht erreicht werden können. Im letzteren Fall ist eine Vorbehandlungsphase unabdingbar.

Misserfolge in der Totalprothetik 
Diese werden meistens mit Konstruktionsfehler in Verbindung gesetzt. Die Annahme ist, dass Patienten zufrieden sind, wenn die Prothesen »perfekt« sind. Die Abformung, die Bestimmung der Kieferrelationen und die Aufstellungder Zähne sind ohne Zweifel wichtige Prozesse in der Anfertigung von Totalprothesen, da sie die Stabilität und Retention der Prothesen sowie die Lastverteilung unter den Prothesenbasen bestimmen. Die Konstruktionsprinzipien einer Totalprothese sind auch für die Herstellung von implantat-gestützten Hybridprothesen wichtig. Die meisten Probleme dieser Rekonstruktionen sind nicht biologischer Art, d. h. Verlust von Implantaten, sondern betreffen die Verankerungselemente, z. B. Verlust an Retention, Frakturen. Diese sind auf die Instabilität der Prothese in Funktion und Parafunktion als Folge mangelhafter Prothesenbasis oder Zahnaufstellung zurückzuführen, die eine Überbeanspruchung der Retentionselemente verursachen.

Auch Menschenkenntnis ist gefragt
Die klinische Erfahrung zeigt, dass es eine Anzahl Patienten gibt, die auch mit perfekt angefertigten Prothesen unzufrieden sind, und zwar auch wenn diese mit Implantaten verankert sind. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Zufriedenheit ein sehr komplexes Phänomen ist, welches mehr von psychologischen/ psychosozialen als prothetischen Faktoren abhängt. Bleiben die psychosozialen Probleme unerkannt, so ist der Misserfolg unvermeidlich. Diese Patienten müssen deshalb vor Behandlungsbeginn erkannt werden, da sie anders behandelt werden müssen.

Perfekte Ästhetik ist heute ein Schlagwort der Zahnmedizin. 
Zahnlosigkeit ist nicht mehr Synonym von Altern wie es war. Deshalb ist es notwendig, abnehmbare Rekonstruktionen zu fertigen, welche nicht ästhetisch perfekt sind – das ästhetische Empfinden ist subjektiv –, sondern vielmehr die Illusion natürlicher Zähne schaffen, und damit dem Gesicht des zahnlosen Patienten wieder Würde verleihen. Der Erfolg in der Totalprothetik setzt somit eine genaue Beurteilung des Patienten inklusive seiner psychosozialen Situation, seiner Wünsche, Erwartungen und Motivation in Zusammenhang mit einer korrekten Technik voraus. Der Behandler muss sich jedoch nicht von der Technik »blenden« lassen und vor allem nicht denken, dass die CAD/CAM Methode die Misserfolge in der Totalprothetik eliminieren wird.

Zum Schluss
Die fehlende Korrelation zwischen Patientenzufriedenheit und Prothesenqualität berechtigt nicht, unsere Aufgabe nicht mit größter Ernsthaftigkeit zu erfüllen bzw. eine Prothese nicht in der bestmöglichen Art und Weise anzufertigen. In der Tat legen viele Patienten Wert auf eine gute Prothese und es ist deshalb unsere Aufgabe Prothesen anzufertigen, die nicht nur funktionell, sondern auch dem Gesicht des zahnlosen Patienten wieder Würde verleihen.

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